Funktionelles Beckenbodentraining

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Der Beckenboden ist einer der wichtigsten Muskelgruppen unseres Körpers – er verdient es, genauso beachtet und im wahrsten Sinne “gepflegt” zu werden. 

Er stabilisiert das Becken und sichert eine aufrechte Haltung. Er steht in Verbindung mit dem Atemsystem und verschließt den Körper nach unten. Eine “starke Mitte” entlastet die Wirbelsäule und stärkt das Selbstvertrauen.

Ein schwacher Beckenboden kan  sich auf unterschiedlichste Weisen bemerkbar machen. 

Das offensichtlichste Problem ist eine Harninkontinenz. Betroffene, die unter Harn- oder sogar Stuhl-Inkontinenz leiden, haben oftmals einen hohen Leidensdruck. Dazu kommt, dass dieser “Kontrollverlust” in der Öffentlichkeit entweder ein Tabuthema ist (dies gilt meist für Männer), oder es schlichtweg als “lästiges Übel” hingenommen wird (dies gilt meist für Frauen).

Doch das muss nicht sein!

In Gruppenkursen (Frauen- und Männergruppen getrennt) werden Sie lernen, die Beckenbodenmuskulatur bewusst wahrzunehmen, zu differenzieren und aktiv anzuspannen.

Es werden physiologische Grundlagen vermittelt, die für ein erfolgreiches und individuelles Training nötig sind. Dabei profitieren Sie von Austausch und offenen Gesprächen.  

Ebenso werden Sie Wissenswertes über die Anatomie und Funktion des Beckenbodens erfahren, sowie Aufklärung über alltägliche Faktoren und Aktivitäten, die den Beckenboden ungünstig beeinflussen und wie diese vermieden werden können. 

In kleinen Gruppengrößen erhalten Sie mit einem abwechslungsreichen Stundenprogramm ein breitgefächertes Wissen und einen sicheren Umgang mit dem häufig so unbekannten “Mysterium Beckenboden”.  

 

Man with incontinence problem holding paper with SOS

Das Leiden der Frauen ist häufig die sog. Stress- oder Belastungs- Inkontinenz. Hier kommt es durch einen erhöhten Druck im Bauchraum (=Stress) zu tröpfchenweisen, ungewollten Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Pressen. Diese Form der Inkontinenz ist am häufigsten vertreten und findet seine Ursache mitunter in der Anatomie des weiblichen Beckens. (Mehrere) Schwangerschaften und Geburten, Hormonelle Veränderungen (z.B. Wechseljahre), Übergewicht, ein schwaches Bindegewebe, aber auch chronisches Husten und viele weitere Faktoren begünstigen diese Form der Inkontinenz. Hier kann mit gezieltem Beckenboden- Training, Aufklärung und Beckenboden- freundlicher Alltagsgestaltung am besten entgegengewirkt werden. 

Die Drang- bzw. Urge- Inkontinenz stellt eine besonders große Belastung für die Betroffenen dar. Sobald ein Harndrang verspürt wird, ist es bereits zu spät. Es kommt direkt zur unkontrollierbaren, völligen Entleerung der Blase. Diese Form ist seltener vertreten, die Ursache liegt nicht an einem “schwachen” Beckenboden. Misch- Inkontinenzen beider Formen sind möglich. Auch hier profitieren Betroffene von einer besseren Wahrnehmung, Aufklärung und offenem Austausch.

Das Leiden der Männer ist häufiger Harndrang, Blasenentleerungsstörung, Nachtröpfeln, nächtliche Toilettengänge – nahezu jeder zweite Mann über 50 Jahren kennt solche Probleme beim Wasserlassen; mit zunehmenden Alter leiden immer mehr daran. Schuld ist in den meisten Fällen eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, auch benigne Prostata- Hyperplasie (BPH) genannt.

Auch nach einer Prostata- Operation kommt es sehr häufig zu einer Urin- Inkontinenz. Grund dafür ist ein insuffizienter oder sogar fehlender Blasenschließmuskel. Durch aktives, gezieltes Beckenbodentraining kann der äußere Schließmuskel gekräftigt und somit die größtmögliche Kontrolle über ausscheidende Funktionen wieder erlangt werden. 

Wird der Beckenboden und ganz besonders der äußere Schließmuskel bereits VOR einer anstehenden Prostata- OP gekräftigt, so kann eine folgende Inkontinenz erheblich schneller und erfolgreicher reduziert, bzw. sogar gänzlich vermieden werden.

Beckenboden- Training ist also auch für Männer ein wichtiges Thema!

Eine Harn- Inkontinenz ist für Männer ein sehr belastendes Thema,welches in der  Öffentlichkeit viel zu wenig Raum findet. Dies schürt Unsicherheit und Ängste über einen “Kontrollverlust”.

In diesem Kurs wird kein Blatt vor den Mund genommen – Sie profitieren von offenem Austausch und gezieltem Training!

Die Kursgebühren werden bis zu 100% Bezuschussung durch alle gesetzl. Krankenkassen gefördert.

Die Kurse finden in Kooperation mit Marianas Körperarbeit statt.